Beteigeuze umkreist versteckten Begleitstern und enthüllt Geheimnisse der Sternentwicklung

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Seit Jahren vermuten Astronomen, dass der Rote Überriese Beteigeuze, ein mit bloßem Auge sichtbarer Stern, nicht allein war. Nun haben Beweise des Hubble-Weltraumteleskops und bodengestützter Observatorien definitiv die Existenz eines Begleitsterns namens Siwarha bestätigt, der Beteigeuze umkreist. Bei dieser Entdeckung geht es nicht nur darum, einen weiteren Stern zu finden; Es geht darum zu verstehen, wie massereiche Sterne leben, sich verändern und schließlich als Supernovae explodieren.

Das Geheimnis der Schwankungen von Beteigeuze

Beteigeuze ist ein eigenartiger Stern, der für seine dramatischen Helligkeitsschwankungen und sein unvorhersehbares Verhalten bekannt ist. Im Gegensatz zu entfernten Lichtpunkten ermöglicht seine Nähe zur Erde eine detaillierte Untersuchung, doch seine Flüchtigkeit gibt Wissenschaftlern seit langem Rätsel auf. Als mögliche Erklärung wurde die Anwesenheit eines unsichtbaren Begleiters vorgeschlagen, die jedoch bisher unbewiesen blieb.

Hubble erkennt die Spur des Gefährten

Neue Beobachtungen zeigen eine deutliche „Spur“ – eine dichte Materialspur –, die Siwarha auf seinem Weg um Beteigeuze hinterlassen hat. Diese Spur ist sichtbar, weil sie das atmosphärische Spektrum des Sterns in einem vorhersehbaren Muster verändert. Alle sechs Jahre, wenn Siwarha zwischen Beteigeuze und der Erde hin- und herfliegt, wird die Spur sichtbar und verändert die Farben, die von den umgebenden Gasen des Sterns abgegeben werden.

„Es ist ein bisschen wie ein Boot, das sich durchs Wasser bewegt“, erklärt Studienleiterin Andrea Dupree. „Der Begleitstern erzeugt einen Welleneffekt in der Atmosphäre von Beteigeuze, den wir tatsächlich in den Daten sehen können.“

Warum das wichtig ist: Stellare Entwicklung in Echtzeit

Dies ist der erste direkte Beweis für Betelgeuses verborgenen Begleiter und bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Sternentwicklung aus nächster Nähe zu studieren. Wenn wir verstehen, wie Siwarha mit Beteigeuze interagiert, können wir Aufschluss darüber geben, wie Riesensterne Materie abgeben und schließlich ihr Leben in spektakulären Supernova-Explosionen beenden.

Die nächste Gelegenheit, Siwarhas Kielwasser zu beobachten, wird im Jahr 2027 sein, und Forscher bereiten sich bereits darauf vor, weitere Daten zu sammeln. Die Ergebnisse wurden auf der 247. Tagung der American Astronomical Society vorgestellt und werden im The Astrophysical Journal veröffentlicht.

Diese Entdeckung verwandelt Beteigeuze von einer rätselhaften Anomalie in ein lebendes Labor und ermöglicht es Wissenschaftlern, die komplexen Prozesse, die das Leben massereicher Sterne bestimmen, aus erster Hand mitzuerleben.