Der Februar 2026 bringt ein vielfältiges Spektrum an Science-Fiction und spekulativer Fiktion und bietet den Lesern alles von zeitraubenden Abenteuern bis hin zu Pilzhorror. Die Neuerscheinungen befassen sich mit altbekannten Themen – Überleben, Liebe und den Folgen unkontrollierten Ehrgeizes –, jedoch mit neuen Schauplätzen und faszinierenden Voraussetzungen. Die schiere Vielfalt deutet auf ein wachsendes Interesse daran hin, Genregrenzen zu verschieben, wobei einige Titel bewusst die Grenzen zwischen Science-Fiction, Fantasy und literarischer Fiktion verwischen.
Zeitreisen und alternative Realitäten
Mehrere Romane basieren auf der Manipulation der Zeit und spiegeln eine umfassendere kulturelle Faszination für die Korrektur vergangener Fehler oder die Flucht vor der gegenwärtigen Realität wider. The Forest on the Edge of Time von Jasmin Kirkbride präsentiert ein Szenario mit hohen Einsätzen: Agenten reisen durch die Geschichte, um eine Klimakatastrophe abzuwenden, und setzen sich dabei mit den Paradoxien des Eingreifens auseinander. Indessen bietet Amy Tordoffs „All We Have Is Time“ eine intimere Einstellung und zeigt eine unsterbliche Frau mit einer Zeitreisenden im London des Jahres 1605 – eine Inszenierung, die an Kaliane Bradleys „The Ministry of Time“ erinnert. Diese Erzählungen greifen Ängste vor der Zukunft auf und anerkennen gleichzeitig die Kraft menschlicher Verbindungen. Francis Spuffords Nonesuch, das in einem alternativen London von 1939 spielt, fügt eine weitere Ebene hinzu und stellt einen zeitreisenden Faschisten vor, der darauf hindeutet, dass selbst die Vergangenheit nicht vor ideologischen Konflikten sicher ist.
Die ferne Zukunft und darüber hinaus
Andere Titel entführen den Leser in ferne Welten oder in die ferne Zukunft. Brandon Sandersons „Isles of the Emberdark“ setzt sein Cosmere-Universum fort und verbindet Wissenschaft und Fantasie mit einer Geschichte von Modernisierung versus Invasion. Michael Swanwicks The Universe Box bietet eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich mit Transhumanismus, KI und den verschwimmenden Grenzen zwischen Realität und Simulation befassen. Diese Werke zeigen die anhaltende Anziehungskraft der Weltraumoper und die Erforschung dessen, was es bedeutet, in einer zunehmend technologischen Welt ein Mensch zu sein. Matthew Kressels „The Rainseekers“ folgt einem in Ungnade gefallenen Journalisten auf dem Mars und verleiht der vertrauten Kulisse des Roten Planeten eine düstere, realistische Note.
Horror, Romantik und sozialer Kommentar
Das Angebot im Februar beschränkt sich nicht nur auf großartige Science-Fiction-Tropen. Simón López Trujillos „Pedro the Vast“ liefert Pilz-Horror, der an Jeff VanderMeers „Annihilation“ erinnert und sich mit dem ökologischen Verfall und der beunruhigenden Kraft der Natur beschäftigt. Hannah Brohms „Love and Other Brain Experiments“ orientiert sich an MINT-Romanzen, während Makana Yamamotos „The Obake Code“ Cyberpunk-Nervenkitzel mit einem Hacker-Protagonisten auf der Raumstation Kepler bietet. Die Einbeziehung dieser verschiedenen Subgenres deutet auf ein wachsendes Publikum für spekulative Fiktion hin, die sowohl intellektuelle Tiefe als auch eskapistische Unterhaltung umfasst.
Die Grenzen verschwimmen: Genredefinitionen unter Druck
Die Frage, was „Science-Fiction“ ausmacht, wird explizit aufgeworfen, wobei sich einige Bücher bewusst einer Kategorisierung entziehen. Die Aufnahme von Titeln wie dem von Brandon Sanderson und Francis Spufford unterstreicht diesen Trend. Diese Mehrdeutigkeit ist kein Zufall; Es spiegelt den Wunsch wider, Erwartungen zu hinterfragen und Werke zu schaffen, die auf mehreren Ebenen Resonanz finden. Die Verlage regen bewusst eine Debatte an und suggerieren die Bereitschaft, mit Form und Inhalt zu experimentieren.
Die Science-Fiction-Reihe vom Februar 2026 zeigt die Vitalität und Anpassungsfähigkeit des Genres. Ganz gleich, ob Leser dystopische Zukunftsvisionen, romantische Fluchten oder umwerfenden Horror suchen, die Veröffentlichungen dieses Monats bieten eine fesselnde Auswahl an Welten, die es zu erkunden gilt. Die Verwischung der Genregrenzen legt nahe, dass die Zukunft der Science-Fiction in ihrer Bereitschaft liegt, Komplexität anzunehmen und sich einer einfachen Kategorisierung zu widersetzen.
