Astronauten der Besatzung 11 beschreiben die abrupte Rückkehr von der Raumstation im Detail

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Vier Astronauten der Crew-11-Mission von SpaceX werden heute, am 21. Januar, eine Pressekonferenz abhalten, um über ihren unerwartet frühen Abflug von der Internationalen Raumstation (ISS) zu sprechen. Die Veranstaltung ist für 14:15 Uhr geplant. EST (1915 GMT) im Johnson Space Center der NASA in Houston markiert die erste medizinisch bedingte Evakuierung aus dem umlaufenden Labor.

Die unerwartete Rückkehr

Die Crew-11-Mission – bestehend aus den NASA-Astronauten Zena Cardman und Mike Fincke, der Japanerin Kimiya Yui und dem Kosmonauten Oleg Platonov – war ursprünglich für einen 6,5-monatigen Aufenthalt an Bord der ISS geplant und kam Anfang August an. Das Team kehrte jedoch am 15. Januar etwa fünf Wochen früher als geplant zur Erde zurück, da eines der Besatzungsmitglieder ein nicht näher bezeichnetes „medizinisches Problem“ hatte.

Die ISS ist seit November 2000 von wechselnden Besatzungen besetzt, doch dieses Ereignis stellt eine einzigartige Situation dar: eine schnelle, gesundheitsbedingte Rückkehr. Die NASA hat über den Zustand des Astronauten unter Berufung auf Datenschutzbedenken Stillschweigen bewahrt, bestätigt jedoch, dass alle vier nun stabil sind und nach dem Flug in Houston einer Untersuchung unterzogen werden, nachdem sie an Bord der SpaceX Crew Dragon Endeavour vor der Küste von San Diego abgestürzt sind.

Auswirkungen auf den ISS-Betrieb

Aufgrund des frühen Abflugs sind nur noch drei Astronauten – Chris Williams von der NASA und zwei russische Kosmonauten – bis zur Ankunft der Crew-12-Mission von SpaceX auf der ISS beschäftigt. Während die Station bis 2009 mit einer dreiköpfigen Besatzung betrieben wurde, stieg der Personalbestand im Jahr 2009 auf sechs und im Jahr 2020 weiter auf sieben, was auf den Bedarf an intensiverer Forschung und Wartung zurückzuführen ist. Die NASA erwägt, den Start von Crew-12, der derzeit für den 15. Februar geplant ist, zu beschleunigen, um die volle Einsatzkapazität wiederherzustellen.

Dieses Ereignis verdeutlicht die inhärenten Risiken einer Langzeit-Raumfahrt. Selbst bei sorgfältiger Planung können unerwartete medizinische Notfälle schnelle Anpassungen der Missionszeitpläne und der Zusammensetzung der Besatzung erzwingen.

Die heutige Pressekonferenz wird weitere Einblicke in die Umstände der Evakuierung von Crew-11 geben. Es dient als Erinnerung daran, dass die bemannte Raumfahrt trotz ihrer Fortschritte ein herausforderndes Unterfangen bleibt, bei dem Anpassungsfähigkeit und Sicherheitsprotokolle von größter Bedeutung sind.