Mond verdeckt am 27. Januar kurzzeitig den Sternhaufen der Plejaden

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In der Nacht des 27. Januar werden Himmelsbeobachter Zeuge eines seltenen Himmelsereignisses: Der Mond wird vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbeiziehen, wodurch einige seiner hellsten Sterne vorübergehend aus dem Blickfeld verschwinden. Dies wird als Okkultation bezeichnet.

Was sind die Plejaden?

Die Plejaden, oft auch „Sieben Schwestern“ genannt, sind eine auffällige Gruppe junger Sterne, die sich etwa 440 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier befinden. Diese Sterne entstanden vor etwa 100 Millionen Jahren gemeinsam aus derselben Gas- und Staubwolke, was sie im Vergleich zu anderen Sternhaufen relativ eng miteinander verbindet.

Warum ist das wichtig? Die Beobachtung der Plejaden hilft Astronomen, die Sternentstehung und das frühe Leben von Sternsystemen zu verstehen. Der Cluster bietet ein natürliches Labor zur Untersuchung der Entwicklung von Sternen, wenn sie gemeinsam geboren werden.

Das Verdeckungsereignis

Der Mond, der viel näher an der Erde liegt (etwas mehr als eine Lichtsekunde entfernt), bewegt sich schnell über den Himmel. Während der Bedeckung scheinen die Sterne zu „verlöschen“, wenn sie hinter der dunklen Seite des Mondes vorbeiziehen, und tauchen etwa eine Stunde später wieder auf, wenn sie auf der gegenüberliegenden Seite auftauchen.

Um dieses Ereignis in vollen Zügen genießen zu können, sollten Beobachter mindestens eine Stunde damit verbringen, den Himmel zu beobachten.

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Für Beobachter in London wird der erste Stern, Taygeta, am 27. Januar gegen 21:10 Uhr verschwinden. Der genaue Zeitpunkt variiert jedoch je nach Standort.

Wichtig: Überprüfen Sie die Online-Ressourcen auf genaue Zeiten für Ihre Region. Selbst innerhalb des Vereinigten Königreichs können Zeitunterschiede bis zu 15 Minuten betragen.

Die Bedeckung bietet eine klare Demonstration, wie die Himmelsmechanik in Echtzeit funktioniert. Die schnelle Bewegung des Mondes vor dem Hintergrund entfernter Sterne macht dies zu einem einfachen, aber beeindruckenden Ereignis für Gelegenheitsbeobachter und erfahrene Astronomen gleichermaßen.

Diese Verdeckung erinnert an die dynamische Natur des Nachthimmels und die fortlaufenden Bewegungen der Himmelskörper um uns herum. Es unterstreicht die Schönheit und Vorhersehbarkeit des Kosmos und bietet gleichzeitig eine greifbare Verbindung zu astronomischen Prozessen.