Chinas erste Raketenwiederherstellung hat gerade stattgefunden. Es war ein Netzfang.

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China hat an diesem Freitag Geschichte geschrieben. Nicht mit einer Rede, nicht mit einer in Zeitlupe wehenden Fahne, sondern indem man eine fallende Raketenstufe in einem Netz auffängt.

Der Lange Marsch 10-B startete am 10. Juli. Seine erste Stufe fiel ab. Anstatt wie Müll herunterzuspritzen, flog es wieder nach oben – vertikal, kontrolliert und gezielt – und landete sanft in einem von einem Schiff gehaltenen Netz auf See.

Zum ersten Mal überhaupt.

„Diese Mission markiert die erste erfolgreiche … und weltweit erste netzwerkbasierte [netzbasierte] Wiederherstellung meines Landes“, sagte CASC.

Sie sagten nicht: „Wir versuchen es.“ Sie sagten es sei geschafft.

Wie es funktioniert (irgendwie)

Der Long March 10-B ist groß. Ungefähr 63 Meter, was sich länger anfühlt, wenn man von Hainan aus auf den Start blickt. Die erste Stufe trinkt Kerosin und LOX, billiger Treibstoff, effizient genug. Die zweite Stufe ist Methalox – flüssiges Methan und LOX, die moderne Mischung, sauberere Verbrennungen, höhere Leistung.

Nutzlast? Sechzehn Tonnen für LEO. Im wiederverwendbaren Modus.

Der Satellit? Hoch. Im Orbit. „Vorgegebene Umlaufbahn“, vage genug, um die Informationen geheim zu halten. Die Rakete selbst? Wiederhergestellt.

SpaceX mag keine Konkurrenz

Vertikale Landungen waren bisher allein SpaceX vorbehalten. Sie haben es über sechshundert Mal gemacht. Dort ist es banal – Dienstagsnachrichten. Hier? Monumental.

Kostensenkungen sind wichtig. Wiederverwendung senkt Kosten. CASC gibt es zu: „Reduziert die Startkosten erheblich“, schrieben sie. „Vorteile einer großen Nutzlastkapazität.“* Übersetzung: günstiger, schneller, mehr Flüge. China will rein. Und es hat gerade die Tür aufgestoßen.

Andere Raketen warten in der Schlange.

Der Lange Marsch 12-A hat es versucht. Fehlgeschlagen. Dezember-Start. Keine Landung.

Der Zhuque-3? Gebaut von Landspace, einem weiteren privaten Anbieter aus Peking. Ebenfalls in diesem Monat eingeführt. Auch kein Touchdown.

Das? Das bleibt hängen.

Was kommt als nächstes?

CASC plant, den Booster bis zum Jahresende wieder in Betrieb zu nehmen. Gleiche Bühne. Gleiches Missionsprofil. Andere Reise.

So beginnt die Wiederverwendung. Ein Haken. Ein Rückflug. Dann noch einer.

Der Weltraum wartet nicht. Peking auch nicht.