Warum Jean-Paul Belmondo der unangefochtene König des französischen New-Wave-Kinos bleibt

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Jean-Paul Belmondo hat nicht nur gespielt. Er verkörperte eine besondere Art charmanter, ruheloser Energie, die eine Ära des französischen Films prägte. Er wurde am 9. April 1933 in Neuilly-sur-Seine bei Paris geboren und wuchs umgeben vom kulturellen Puls Frankreichs auf. Nachdem er in der Stadt studiert und sein Handwerk bei Bühnenfirmen in der Provinz verfeinert hatte, wandte er sich schließlich der Filmindustrie zu. Seine frühen Rollen waren klein. Sogar unbedeutend.

Dann kam das Jahr 1960.

Jean-Luc Godards „Atemlos“ hat alles verändert. Belmondo spielte Michel, einen kleinen Dieb, der ständig eine Zigarette im Kiefer steckt und Autoritäten völlig missachtet. Er war im herkömmlichen Sinn nicht gutaussehend. Kritikern und Publikum fiel gleichermaßen sein etwas kantiger Blick auf, doch genau darum ging es. Er wurde zum führenden Antihelden der französischen New-Wave-Bewegung.

Die Reaktion erfolgte sofort. Es folgte schnell internationaler Ruhm. Bis 1963 spielte er bereits in 25 Filmen mit. Das ist eine unglaubliche Leistung für nur drei Jahre. Er war überall. 1960 gab es Seven Days…Seven Nights. 1961 folgte Two Women. 1962 folgte Cartouche, wo er einen berühmten französischen Straßenräuber aus dem 18. Jahrhundert spielte.

„Er war nicht konventionell gutaussehend. Er war etwas ganz anderes.“

Seine Karriere endete nicht mit der New-Wave-Ära. Er lieferte jahrzehntelang weiterhin kraftvolle Leistungen in gefeierten Filmen ab. Im Jahr 1965 spielte er die Hauptrolle in „Pierrot le Fou“. Dann Mississippi Mermaid im Jahr 1969. Diese Filme zeigten seine Bandbreite. Er war nicht nur der Typ in Breathless. Er konnte Romantik spielen. Er konnte Drama spielen. Er könnte eine Tragödie spielen.

1988 kehrte er mit Itinéraire d’un enfant gâté (Reiseroute eines verwöhnten Kindes ) zu seiner Form zurück. Die Rolle brachte ihm einen César Award ein. Es war eine bedeutende Anerkennung seiner Heimatbranche. Später, im Jahr 1995, trat er in Les Misérables auf. Diese Rollen bewiesen, dass er noch lange nach dem Untergang der New Wave in der Geschichte relevant blieb.

Dann, im Jahr 2001, wurde der Bildschirm dunkel. Belmondo erlitt einen Schlaganfall. Es war ein schockierender Schlag für die Fans, die seine Entwicklung über fast vier Jahrzehnte kontinuierlicher Arbeit miterlebt hatten. Er kehrte mehrere Jahre lang nicht auf die Leinwand zurück. Die Branche fragte sich, ob er jemals wieder schauspielern würde.

Er tat es.

Im Jahr 2008 spielte er die Hauptrolle in „Un Homme et son chien“ („Ein Mann und sein Hund“). Es war eine ruhige Rückkehr. Ein Beweis für seine anhaltende Präsenz im Kino. Belmondo starb am 6. September 2021 in Paris. Sein Vermächtnis bleibt jedoch in jedem Bild von „Breathless“ und jeder weiteren Rolle deutlich präsent.