Das Handgelenk verbrauchte Kraft, bewegte sich aber nicht.
Das war das Problem mit Canadarm2 Ende Mai. Es funktionierte einfach nicht mehr, als die Besatzung es brauchte, um Dinge auf der Station zu bewegen.
Also schickte die NASA zwei Leute los, um das Problem zu beheben. Chris Williams und Jessica Meir verbrachten am Dienstag sieben Stunden und zwanzig Minuten. Sie reparierten das gebrochene Gelenk des Roboters außerhalb der Internationalen Raumstation (ISS). Das Ganze geschah pünktlich zum Canada Day. Timing.
Der Arm ist alt. Wirklich alt. Dieses 18 Meter hohe Metallmonster wurde 2001 installiert und hält die Station seit über anderthalb Jahrzehnten zusammen.
„Ob es darum geht, Wartungsarbeiten durchzuführen, Frachtfahrzeuge einzufangen oder uns zu helfen … der Arm hat eine wesentliche Rolle gespielt.“
Williams sagte es, als sie zusammenpackten. Er nahm kein Blatt vor den Mund. Es ist ein Arbeitstier. Und ohne sie wird das Leben dort oben hart.
Die Reparatur selbst war nicht kompliziert. Einfach nur schwer und umständlich. Gegen 8:20 Uhr stellten sie ihre Anzüge auf Batteriebetrieb um und schwebten aus der Quest-Luftschleuse. Sie schnappten sich ein Elektrowerkzeug. Habe ein Ersatzteil abgeschraubt. Habe es eingetauscht.
Kein Drama. Nur Drehmomentangaben und Schweben im Nichts.
Sie zogen das kaputte Teil heraus und installierten Nummer 5. Dann schleppten sie das defekte Teil hinein. Jemand auf der Erde darf es auseinandernehmen und herausfinden, was kaputt gegangen ist. Ein Bolzen? Ein Draht? Ist im Moment egal. Das neue Gelenk ist verriegelt.
„Pünktlich zum Canada Day“
Meir war begeistert. Die Reparatur wurde um 15:40 Uhr abgeschlossen. Das bedeutet, dass die Feier gleichzeitig begann.
Es war das vierte Mal, dass Menschen diesen speziellen Arm gewartet haben. Sie haben schon früher den Besitzer gewechselt. Jetzt haben sie ihm einen neuen Ellenbogen verpasst. Also. Ein Handgelenk. Wie auch immer Sie dieses Mittelgelenk nennen.
Jack Hathaway und Sophie Adenot blieben drinnen, um zu helfen. Sie halfen beim Anziehen der Anzüge. Sie haben den Arm für die Reparatur an seinen Platz gebracht. Es ist eine Teamleistung. War schon immer so.
Williams ist auf seiner zweiten EVA. Er hat jetzt etwa 14 Stunden auf dem Buckel. Meir ist hier der Veteran. Zum fünften Mal raus. Sie hat 36 Stunden geloggt. Erinnern Sie sich an den ersten rein weiblichen Weltraumspaziergang? Das hat sie getan. Im Jahr 2019.
Das war die Nummer 280. So oft sind seit 1998 Astronauten nach draußen geflogen, um etwas auf der ISS zu befestigen.
Der Arm bewegt sich wieder.
Von außen sieht die internationale Zusammenarbeit gut aus. Die US-Besatzung reparierte eine kanadische Maschine. Alle sind glücklich.
Also. Der Roboterarm ist wieder ganz.
Was bricht als nächstes?
